H1 – Tierrettung

Datum: 3. Mai 2021 um 16:23
Einsatzart: Technische Hilfeleistung 
Fahrzeuge: NU 19/1, NU 44-2


Einsatzbericht:

Wer noch nicht wusste, was „Katzenjammer“ bedeutet, konnte es spätestens hier lernen: Mit kläglichem Miauen machte die vierjährige Katzendame Frieda am Morgen des 1. Mai auf ihre missliche Lage aufmerksam. Im Motorraum des Pkw ihrer Halterfamilie hatte sich das schwarz-weiße Tier so unglücklich in einen Spalt verkeilt, dass sie sich ohne fremde Hilfe nicht mehr befreien konnte. Ob es einfach nur die katzentypische Neugier war, die Frieda in diese Lage gebracht hatte, oder ob sie vielleicht einen anderen Vierbeiner hierhin verfolgt hatte? Wie auch immer, die Halter konnten ihr Haustier beim besten Willen nicht befreien, und so griffen sie zum Telefon und baten unter der Notrufnummer „112“ um die Hilfe der Feuerwehr.

Mit einem Löschfahrzeug, dass mit diversen technischen Geräten ausgerüstet ist, rückte die Freiwillige Feuerwehr wenige Minuten später am Konrad-Adenauer-Ring an. Mit der Rettung von Tieren in unglücklicher Lage hat die Truppe Erfahrung – allein in den letzten Monaten wurden mehrere Katzen, Hunde und auch ein eingeklemmter Mauersegler befreit oder gerettet. Auf dem Boden liegend begutachteten Feuerwehrleute – teils selbst auch Katzenhalter – erst die Lage, um dann zu erkennen, dass allein mit gutem Zureden und sanftem Druck oder Zug das Tier nicht freikam. Die Einsatzkräfte entschieden, das Fahrzeug anzuheben, und setzten hierzu zwei mit Pressluft aufblasbare Tragekissen ein. Damit können auch schwere Lasten sehr langsam und der jeweiligen Situation entsprechend angehoben werden. Nach wenigen Minuten hatten die Kissen den Pkw so weit angehoben, dass sich für die Frieda ein paar Zentimeter zusätzlichen Freiraumes ergaben. Mit etwas Hilfe konnte sie sich dann selbst aus der Nische befreien. Wie auch bei den meisten anderen Katzen-Einsätzen folgte dann, was schon erwartet werden konnte: Die verängstigte, aber befreite Katze sauste in höchster Eile an einen für sie sicheren Ort, in diesem Falle durch die geöffnete Wohnungstür an ihren Rückzugsort im Haus. Sichtlich erleichtert, wenn auch erheblich verschmutzt, ließ sich Frieda dann noch kurz für diesen bericht fotografieren, ehe sie sich verkrach und an die Fellpflege ging. Versehen mit dem aufrichtigen Dank der erleichterten Tierhalter konnte die Feuerwehrmannschaft nach einer guten halben Stunde wieder einrücken und den Maifeiertag ansonsten einsatzfrei genießen.