Feuerwehr Nußloch stellt sich vor: Das sind Ihre Helfer in der Not

Drei mal zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch haben wir in den vergangenen Wochen in Bild und Kurzportrait vorgestellt, jetzt folgen die nächsten beiden in unserer Serie. Weshalb immer zwei gleichzeitig? Weil immer zwei Wehrleute einen „Trupp“ bilden bei der Feuerwehr. Nicht unbedingt immer die beiden, die in der jeweiligen Folge gemeinsam vorgestellt werden, aber doch immer zwei, die zusammen in den Einsatz gehen. Dies so zu organisieren hängt mit den teils schwierigen, teils auch gefährlichen Aufgaben zusammen, die von den Feuerwehrleuten im Einsatz zu bewältigen sind. Hier ist doppelte Kraft notwendig, dort vier zugreifenden Hände gleichzeitig. Und dann sind auch immer zwei Kamerad*innen in einem Team, damit einer auf den anderen aufpassen kann und in kritischen Situationen dem anderen helfend zur Seite steht.

Besonders deutlich wird das beim „Angrifftrupp“. Wenn zwei Feuerwehrleute beispielsweise mit ihrer angelegten  Atemschutzmaske und der Pressluftflasche auf dem Rücken in ein brennendes, verrauchtes Zimmer vordringen um Menschen zu retten, sind einfach zwei Helfer gefragt. Einer allein könnte wenig ausrichten und eine verletzte Person kaum ohne die Hilfe seines Kameraden aus der Gefahrenzone retten. Und würde sich einer von beiden in solch einer Situation verletzen, wäre der zweite eng an seiner Seite um ihn in Sicherheit zu bringen. Der „Trupp“ als Team, das gemeinsam die Herausforderungen angeht und löst. Hier also die nächsten beiden Mitglieder der Einsatzmannschaft der Feuerwehr Nußloch.

Thorsten Rieck zog 2017 mit seiner Frau aus Hannover nach Nußloch. Er begann einen neuen Job als Betriebswirt bei einem Automobilzulieferer in Wieblingen und fand im nahen Nußloch sein neues zu Hause. Kurz nach seiner Ankunft hier trat er in die Nußlocher Wehr ein. Im Ort fühlt er sich wohl und lebte sich rasch ein, was er und seine Frau vor allem auf die schnell gefundenen, guten Kontakte und die verlässliche Kameradschaft bei der hiesigen Feuerwehr zurück führt. Hier war der 38-jährige Thorsten Rieck hochwillkommen: vor allem wegen seiner besonnenen und freundlichen Art und seiner hohen Verlässlichkeit, aber auch, weil er als voll ausgebildeter Feuerwehrmann vom ersten Tag an die Mannschaft wirksam unterstützen konnte.

Mit seinen Zusatzausbildungen zum Maschinisten und Atemschutz-Geräteträger und 2020 dann auch zum Gruppenführer ist er ein vielseitig einsetzbarer Kamerad, der zudem mit seinem Lkw-Führerschein bei Bedarf auch das Löschfahrzeug lenken darf. Zur Feuerwehr kam er in Hannover übrigens mit 25 Jahren über Freunde, die ihn zur Übung mitnahmen. Seit dem ist er begeistert dabei, und  inzwischen übernahm er als Kassenwart auch noch ein zusätzliches Amt innerhalb der Wehr.

Ein völlig anderer Weg führte Thomas Gamber zur Feuerwehr. Der gebürtige und heute 40-jährige Nußlocher hatte zwar schon als Jugendlicher mit dem Gedanken gespielt, der Feuerwehr beizutreten, aber irgendwie kam ihm in den folgenden Lebensjahren immer wieder etwas wichtiges dazwischen: mal das Studium, mal der Beruf hielten ihn vom entscheidenden Schritt ab. Als aber dann 2019 die Feuerwehr Nußloch einen „Freiwilligentag“ organisierte – übrigens zum ersten Mal in ihrer über 125-jährigen Geschichte – gab es kein zurück für Thomas Gamber. Er machte sich an diesem Samstag auf zum Feuerwehrhaus und ließ sich von den Feuerwehrleuten die Geräte und Einsatzfahrzeuge zeigen und einen Löschangriff vorführen. Schließlich durfte er an einer brennenden Ölwanne die lodernden Flammen auch selbst mit dem Feuerlöscher bekämpfen, am Strahlrohr stehen und die Atemschutzausrüstung anlegen. Da war sein Entschluss endgültig gefallen: er meldete sich bei der Freiwilligen Feuerwehr an, absolvierte seine Grundausbildung und ist heute ein verlässliches und engagiertes Mitglied der Nußlocher Einsatzmannschaft. Mit dem gelernten Bauingenieur, der bei der Deutschen Bahn im Bereich „Netze“ arbeitet, komplettiert er die vorhandene breite Expertise in der Wehr durch sein Bahn-Wissen. Und eines ist schon jetzt klar: Seine beiden Kinder gehen nicht erst als Erwachsene zur Feuerwehr, sie sind bereits heute aktive Mitglieder bei der Nußlocher Nachwuchstruppe.

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