Feuerwehr Nußloch stellt sich vor: Das sind die Helfer in der Not

Wer die Feuerwehr ruft und die Notrufnummer „112“ wählt, wird mit der zentralen Rettungsleitstelle verbunden. Dort wertet ein professionelles Team von Leitstellendisponenten den Anruf aus, nimmt eine rasche Einschätzung der benötigten Hilfskräfte vor und gibt den Einsatzbefehl an die entsprechenden Rettungskräfte. Wenn in so einem Fall dann bei den Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehren der Funkalarm auslöst, zu Hause, am Arbeitsplatz oder irgendwo bei Freizeitaktivitäten, ist höchste Eile geboten, um möglichst rasch zum Feuerwehrhaus zu kommen. Und von dort dann mit den Einsatzfahrzeugen zum Ort des Geschehens. In unserer Serie stellen wir Ihnen die Frauen und Männer vor, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch zum ehrenamtlichen Dienst zum Schutz der Bürgerschaft verpflichtet haben. Heute folgt Teil zwei der Vorstellungsrunde.

Schon von seiner Statur her, aber auch in seiner ruhigen, besonnenen Art ist Alexander Skarsig bei Einsätzen wie ein „Fels in der Brandung“. Der 57-jährige Brandmeister ist mit seinen mehr als 40 Jahren Feuerwehrdienst einer der erfahrensten Teammitglieder der Nußlocher Wehr. Er hat den Dienst bei der Feuerwehr bereits als Jugendlicher begonnen, an seinem damaligen Wohnort Bammental. Seit inzwischen mehr als 20 Jahren gehört der im Hauptberuf als Industriekaufmann tätige Alexander Skarsig der Feuerwehr Nußloch an. Er absolvierte in den letzten vier Jahrzehnten eine ganze Reihe von Ausbildungen, als Truppführer, Atemschutzgeräteträger, Maschinist und Gruppenführer. Im Jahr 2010 absolvierte er dann auch die Zugführer-Ausbildung.

Bei Einsätzen nimmt er – wie alle Feuerwehrleute – wechselnde Rollen ein, meist sitzt er als Fahrzeugführer auf einem der Löschfahrzeuge auf dem Beifahrersitz. Eine besondere Leidenschaft ist für ihn die Tätigkeit in der Brandschutz-Erziehung. An Schulen, in Kindergärten und beim Tag der offenen Tür zeigt er Kindern und Jugendlichen, dass es „gutes Feuer“ gibt, aber selbstverständlich auch, was Feuer im schlimmsten Fall anrichten kann. Mit den Demonstrationen, die er aus seinem Utensilien-Koffer zaubert, beeindruckt er sein junges Publikum zuverlässig und er lässt keine Frage zum Thema offen.

Fabian Dietz gehört mit seinen 29 Jahren zu den jüngeren der aktiven Truppe der Feuerwehr Nußloch. Anders als viele, die schon in der Jugendfeuerwehr ihre Begeisterung für die Feuerwehr entdeckten und in die Jugendfeuerwehr eintraten, kam Fabian Dietz „erst“ mit 20 Jahren dazu, trat also gleich bei der aktiven Truppe ein. Ein Freund und aktiver Feuerwehrmann hatte ihn mitgenommen, das war für ihn dann so spannend, dass er sich für den freiwilligen Dienst entschied und erfolgreich seine Ausbildung zum „Truppmann“ absolvierte.

Der gelernte Landschaftsgärtner ist beim Bauhof in Nußloch tätig. Damit ist er auch tagsüber rasch zur Stelle und hilft so, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr an Werktagen zu steigern, wenn zahlreiche andere Freiwillige außerhalb von Nußloch an ihrem Arbeitsplatz, und damit nicht ohne Weiteres verfügbar sind. Ihn reizt vor allem die Vielseitigkeit der Aufgaben und Einsätze, mit ihren jeweils speziellen Herausforderungen. Dabei ist es ihm wichtig, stets den Respekt vor schwierigen und gefährlichen Übungen und Aufgaben zu behalten, beispielsweise beim Erklimmen von mehr als zehn Meter hohen Leitern. Aber gerade solche Schwierigkeiten zu meistern ist für ihn auch eine Bestätigung, die ihn motiviert. Und so ist er jederzeit einsatzbereit und fühlt sich auch „mitten in der Nacht“ – wenn leider auch immer wieder Einsätze fällig werden – fit und konzentriert.

Text und Bilder: Udo Lahm

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