Feuerwehr Nußloch ist auch in Krisenzeiten jederzeit voll einsatzbereit!

Die globale Corona-Pandemie hat längst Nußloch erreicht, mit einzelnen Infizierten, die jetzt unter Quarantäne stehen oder auch als bereits Genesen gelten. Auch die Freiwillige Feuerwehr Nußloch ist von den Folgen der Virus-Bedrohung betroffen und hat sich entsprechend darauf eingestellt. Was das für die Gemeinde Nußloch und ihre Bürgerschaft bedeutet, erläutert der Kommandant der Feuerwehr, Bernd Rensch, im Interview.

Frage: Herr Rensch, sind alle Mitglieder der Feuerwehr gesund, oder haben Sie im Team auch Convid-19 Fälle zu beklagen?

Rensch: Glücklicherweise hat sich in unserer Kameradschaft bisher niemand infiziert, und wir tun alles, damit dies möglichst auch so bleibt.

Frage: Wie sehen denn die Maßnahmen bei der Feuerwehr im Einzelnen aus?

Rensch: Über allem steht, dass wir die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr möglichst mit der gesamten Truppe auch in dieser Krisenzeit sichern wollen. Die vielleicht bedeutendste Änderung zum üblichen Betrieb ist das Aussetzen unserer wöchentlichen Übungen sowie aller Versammlungen und Besprechungen. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, haben wir uns im Führungsteam dazu entschieden, hier konsequent die Zahl der persönlichen Begegnungen zu minimieren.

Frage: Keine Übungen, was bedeutet das für die Einsatzbereitschaft der Wehr?

Rensch: Das hat keinerlei Auswirkungen auf unsere Einsatzbereitschaft, das kann ich ganz eindeutig versichern. Unsere Mitglieder haben in ihrer jahrelangen Ausbildung und bei unzähligen Übungen jeden Handgriff zig-fach geübt, sie beherrschen ihr Handwerk sehr sicher und in jeder Situation. Klar, irgendwann müssen wir wieder mit dem Übungsbetrieb beginnen, aber einige Wochen Pause ändern nichts an unserer Einsatzfähigkeit. Die nötigen Wartungs- und Inspektionsaufgaben werden selbstverständlich durchgeführt, aber mit ganz kleinen Teams und immer unter Einhaltung aller Corona-Regeln.

Frage: Was hat sich außer dem Übungsausfall noch geändert?

Rensch: Selbstverständlich sind alle unsere Wehrleute beim Einsatz mit einem Mundschutz unterwegs. Anfangs hatten wir dafür selbstgenähte Schutzmasken von einer Nußlocher Bürgerin erhalten. Hierfür nochmals meinen herzlichen Dank. Jetzt verfügen wir über eine ausreichende Anzahl professioneller Schutzmasken, die in jedem Einsatzfahrzeug immer frisch verfügbar sind. Und wenn beim Einsatz Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person auftritt, werden die entsprechenden Kameradinnen und Kameraden auch mit einem kompletten medizinischen Körperschutz ausgestattet.

Frage: Im Einsatz eineinhalb Meter Abstand zu halten, ist doch sicher nicht immer möglich, oder?  

Rensch: In den Fahrzeugen belegen wir jetzt nicht alle Plätze, halten Abstand zueinander. Deshalb müssen wir dann auch mit einem oder zwei zusätzlichen Fahrzeugen ausrücken. Am Einsatzort ist bei den meisten Tätigkeiten der Mindestabstand ohnehin gegeben, und wir tun alles, diesen auch in allen anderen Situationen so weit wie möglich einzuhalten. Die Kameraden halten sich sehr konsequent an die Vorgaben.

Frage: Und wie geht es weiter bei der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch?

Rensch: Wir freuen uns selbstverständlich schon darauf, hoffentlich bald wieder unseren Normalbetrieb aufnehmen zu können. Dafür warten wir aber ab, bis das Infektionsrisiko nochmals deutlich gesunken ist. Wann das soweit ist, wissen wir nicht, aber die übergeordneten Stellen werden uns informieren.

Frage: Und wie nimmt die Mannschaft das alles auf?

Rensch: Wichtig ist neben der Wiederaufnahme der Übungen auch, dass der kameradschaftliche Austausch abseits der Einsätze wieder möglich wird. Gerade bei der Feuerwehr hat der regelmäßige informelle Austausch zu Fach- und Sachthemen eine große Bedeutung und stärkt die Teamzusammengehörigkeit. Ein starkes Team zu sein, das ist neben dem fachlichen Können und der Ausrüstung das Wichtigste für uns, gerade in unserer Freiwilligen-Struktur.

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