F2 – Tiefgaragenbrand

Datum: 29. Oktober 2020 
Alarmzeit: 17:18 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Dauer: 2 Stunden 50 Minuten 
Art: Brandeinsatz  
Einsatzort: Hauptstraße 
Fahrzeuge: NU 19/1, NU 19/2, NU 33, NU 44-1, NU 44-2, NU 74 
Weitere Kräfte: Polizei, Rettungdienst, RNK 10-3, SAN 11, SAN 19-1, SAN 23, SAN 44-1 


Einsatzbericht:

Zweiter Brandeinsatz im Oktober für die Freiwillige Feuerwehr Nußloch: gegen 17:20 Uhr wurden wir zu einem Kellerbrand in die Hauptstraße gerufen. Beim Eintreffen des Löschzugs mit fünf Fahrzeugen wenige Minuten später stellte sich heraus, dass es in der Tiefgarage des Gebäudes für „Seniorengerechtes Wohnen“, Ecke Kaiserstraße, brannte. Unseren Kameraden schlug aus der Tiefgarageneinfahrt extrem dichter, schwarzer Rauch entgegen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Brandursache und der Brandherd nicht bekannt. Ein Einsatztrupp aus Nußloch, und wenige Minuten später ein zweiter der mit alarmierten Feuerwehr Sandhausen, tasteten sich unter Atemschutz bei minimaler Sicht in die Tiefgarage vor. Im hintersten Eck stießen die Wehrleute dann auf einen brennenden Motorroller, den sie rasch ablöschen konnten. Zum Glück waren alle Sicherungstüren der Tiefgarage geschlossen, sodass das Gebäude selbst und das Treppenhaus rauchfrei blieben. Eine Person, die sich kurze Zeit in der Tiefgarage aufgehalten hatte, wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Im Haus gab es unter den Bewohnern keine Verletzten.

Der Einsatz darf unter verschiedenen Gesichtspunkten als glücklicherweise „glimpflich verlaufen“ bewertet werden. Der wichtigste positive Umstand ist, dass die Brandschutztüren zwischen Tiefgarage und Treppenhaus korrekt geschlossen waren und dichthielten. So konnte kein Rauch ins Treppenhaus dringen, und die Bewohner waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Zum Zweiten stand der brennende Motorroller einige Meter vom nächsten geparkten Pkw entfernt, die Flammen griffen nicht auf das Auto über; auch, weil die Feuerwehr so schnell vor Ort war und damit Schlimmeres verhindern konnte. Außerdem waren neben einem Leichtverletzten keine Personenschäden zu verzeichnen. Etwa 20 Bewohner des Hauses hatten – vom Geschehen aufgeschreckt – das Gebäude verlassen. Sie wurden zwischenzeitlich ins nahe Rathaus gebracht und dort betreut. Nach ca. eineinhalb Stunden konnten sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Andere Bewohner waren in Ihrer Wohnung verblieben, da für sie keine unmittelbare Gefahr bestand. Insgesamt waren zehn Fahrzeuge und rund 45 Feuerwehrleute der Wehren aus Nußloch und Sandhausen im Einsatz, dazu der Rettungsdienst und mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei. Diese leitete während der Löscharbeiten und der anschließenden Entrauchung mit Lüftungs-Ventilatoren auch den Verkehr, um die für ca. zwei Stunden voll gesperrte Hauptstraße herum.

Bürgermeister Joachim Förster verschaffte sich vor Ort einen persönlichen Eindruck vom Geschehen.

Berichterstattung:
Pressemeier.de
Rhein Neckar Zeitung

Text: Udo Lahm, Bilder: Marco Friedrich (Pressemeier.de)